We are corporate.
Luigi sucht das Glück:
Die etwas andere Weihnachtsgeschichte
in acht kuriosen Episoden.

Basta la Pizza

Pizzabäcker Luigi hat es buchstäblich satt.
Viel zu lange schon steht er an diesem einen Ofen in der Via Pomodoro in Venedig – Tag für Tag, Pizza für Pizza.

Eines Morgens hängt er die Schürze an den Nagel und macht sich auf, das große Glück zu suchen.
Tausend Gedanken schiessen durch seinen Kopf. Wo mag es sein, das Glück? Wie weit wird er reisen? Und vor allem: Wohin? Wird sein Erspartes dafür reichen? Was wird die Familie davon halten, die Freunde, die Verwandten? Und wird er je zurückkehren?

Luigi zögert nicht. Er nimmt sein Herz in die Hand, glaubt fest daran. Denn er weiß: der Moment ist jetzt und er hat nur diese eine Chance.

Basta la Pizza!

Posta Miseria

Opa Carlo, pensionierter Post-Direktor von Udine, hat Verbindung bei den Ämtern und er verschafft Luigi eine Stelle.
Das Talent des Enkels kennt er wohl, das darf er jetzt beweisen – wird Addetto in der Abteilung „Mängel“, Postbehörde Ost. Von der Krise weiß er aber nichts. Luigi steht vor einer Flut Beschwerden – und die sind meterhoch.

Wut, Enttäuschung, blanker Ärger über wochenlangen Ausfall. Denn die Post, sie kommt nicht an. Luigi redet viele 1000 Worte, besänftigt, tröstet, schindet Zeit, schenkt den Menschen etwas Hoffnung. Dennoch laufen Telefone heiß, stürzen Server ab im Keller. Auf Du und Du mit besten Freunden, verhandelt er, als nichts mehr hilft.

Mit den Gondolieris schließt Luigi den Kontrakt. „Pakete statt Touristen“, steht auf den Planken all der schönen Zillen – nur verflixt – sie tragen nicht. Wohin auch noch mit so viel andrer Post?

Giovanni aus Murano schickt Boote voller Tauben. Zu lange dauerts, bis sie Briefpost lernen, fliegen. Und die Verwandten aus Sizilien, mit ihren Koffern, Utensilien, reisen auch erfolglos ab.
Luigi trägt jetzt Sonnenbrille, und das sogar bei Regen.

Als unerkannter, letzter Mohikaner quittiert er schon nach Wochen seinen Dienst. Glücklich ist, wer vergisst. Nur war das eben nicht der Plan. Standhaft bleibt er, der Luigi, und mutig geht er‘s wieder an!

Chaos a la Roma

In Italien sagt man „Piove sempre sul bagnato“. Richtig, selten kommt allein das Unglück.
Luigi droht der Wiederholungsfall.

Ohne Furcht zieht er nach Rom, mitten in die Stadt. Dort würde alles sich zum Guten wenden.
Schon als Kind hat er sie bewundert, die Polizisten auf den großen Straßen mit ihren blütenweißen Helmen. Wie sie mit ihrer Trillerpfeife dirigieren, den Verkehr im Takt als großes Blechorchester, geordnet fließend durch das Chaos.
Alle, lacht Luigi, tanzen dann nach meiner Pfeife!

Wieder ist es Opa Carlo, der die Strippen zieht.
Nur braucht er diesmal Tante Marta. Tante Marta mauschelt mit dem Beppe. Und Fausto, Beppes Bruder, nickt. Trifft sich mit Enzo Bruto, Chef der Polizia, am Lido von Ostia. Da ist er oft, der schöne Enzo, steckt die Füße in den Sand oder wandelt über sanfte Hügel am Golfplatz vis-a-vis. Handelt Uhren, Schmuck und andre Gaben. Was keiner sieht, geht niemand an. Auch Luigis „Fall“ wird dort besiegelt.

Die Uniform, sie steht ihm prächtig. Dann geht es los, der erste Einsatz früh um Acht.
Am Colosseo steigt er auf den Posten, die Pfeife in den Backen, er trillert, lotst und fuchtelt, mit Händen und mit Füßen. Wie laut doch das Orchester ist: Es kracht und hupt und quietscht und raucht.

Ein anderes Sprichwort bringt es auf den Punkt: „Cadere dalla padella nella brace“. Es bedeutet, dass manche Leute das Talent hätten, von der Pfanne gleich noch in die Glut zu fallen. Jetzt weiß Luigi, wie das ist. Und niemals wieder, so schwört er bei Christophorus, trägt sein Glück die Uniform.

Santa Nicolo

Öffnet am 6. Dezember 2019, 9.00 Uhr

No Superstar

Öffnet am 9. Dezember 2019, 9.00 Uhr

Mare impossibile

Öffnet am 11. Dezember 2019, 9.00 Uhr

Trauma Michelangelo

Öffnet am 13. Dezember 2019, 9.00 Uhr

Notte di Fabia

Öffnet am 19. Dezember 2019, 9.00 Uhr

Idee, Text, Storyboard: Ralph Musselmann, Geschäftsführer/Designer mwi;
Illustration: Robin Häußler, Grafik-Spezialist mwi.